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NEUES – Sozialreport 2008: niedriges Niveau der Demokratiezufriedenheit!

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland weiter auseinander.

Das geht aus dem ” Sozialbericht für Deutschland ” hervor, den das Statistische Bundesamt, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am 19. November 2009 in Berlin vorgestellt haben.

Der Report heißt zwar Datenreport 2008, die Zahlen in diesem Report beziehen sich aber auf die Jahre 2005/2006, als Jahre des Aufschwungs in Deutschland. Heute würde dieser Report noch ernüchternde Zahlen aufweisen.

Realeinkommen von 2001 bis 2006 nur minimal gestiegen.

2001 betrug das reale Haushaltsnettoeinkommen im Durchschnitt 1392 Euro monatlich. 2006 waren es 1413 Euro. Die Mittelwerte sagen aber nichts darüber aus, wie die Einkommen in der Bevölkerung verteilt sind.

Hier nehmen die Unterschiede laut der Studie zu:

So verfügten die ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2006 über einen Anteil von 9,3 Prozent am monatlichen Gesamteinkommen der privaten Haushalte. 1997 betrug der Anteil noch 10,1 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der wohlhabenden 20 Prozent am Gesamteinkommen gewachsen.

Zitat aus dem Bericht: “Inzwischen ist das Ausmaß der Einkommensungleichheit auf einem der höchsten Niveaus der vergangenen Jahrzehnte angelangt”.

So werde die gestiegene Ungleichheit “weniger stark als früher durch staatliche Umverteilungsmaßnahmen reduziert”. Bestätigt wird in der Studie auch die These von der schrumpfenden Mittelschicht: “Während die Bevölkerungsanteile am unteren und am oberen Ende der Einkommensschichtung zumindest in den letzten beiden Jahren zunehmen, gehen die entsprechenden Anteile in den mittleren Schichten zurück”, so der Sozialbericht. Wie in dem Datenreport weiter zu lesen ist, hat sich die Chance verringert, von der untersten in gehobene Einkommenslagen zu springen. Das Risiko ganz unten zu bleiben, habe sich “über die Jahre hinweg deutlich erhöht”.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass es eine zunehmende Diskrepanz zwischen West- und Osteinkommen gibt. Die Armutsquoten seien besonders in Ostdeutschland in den vergangenen Jahren überproportional gestiegen. So lebten 2006 in Ostdeutschland 22,7 Prozent der Bevölkerung in Armut, 2001 lag diese Quote noch bei 15,3 Prozent. In Gesamtdeutschland hat sich in diesem Zeitraum die Armutsquote von 11,4 auf 13,9 Prozent erhöht.

Auf einer Skala von null bis zehn weisen die im Jahr 2005 gemessenen Werte von 5,2 in Westdeutschland und 3,9 in Ostdeutschland “auf ein besorgniserregend niedriges Niveau der Demokratiezufriedenheit in Deutschland” hin, heißt es in der Studie.

In der Bundesrepublik gibt es mehr reiche und mehr arme Menschen – und immer weniger dazwischen.

Lesen Sie dazu die Artikel: Einkommensverteilung in Deutschland mit dem kompletten Sozialbericht 2008 und Der Exodus des Mittelstandes.

November 20, 2008 - Posted by | 00.000 NEUES | , , , , , , , ,

1 Kommentar »

  1. Dass man dem Kleinverdiener, Rentnern und Arbeitslosen schon seit Jahren nichts mehr nehmen kann, ist der Politik inzwischen mehr als bekannt. Deshalb gehen die Regierenden, nach den Kleinverdienern, Rentnern und Arbeitslosen die am Existenzminimum überleben, seit Jahren den Mittelstand an, in dem diesen immer weniger Netto vom Brutto übrig bleibt.
    Mit einer Politik der Mächtigen in Deutschland, wurde die Steuer und Abgabenlast dieser Gehaltsgruppe so Stark, dass selbst Familien mit einem Gehalt von € 3.000.-, auf den Urlaub verzichten müssen und ein neues ökonomisch/ökologisches Auto auf keinen Fall gekauft werden kann. Politiker sprechen von einer innerdeutschen Konsumflaute. Diese ist von den gleichen Politikern aber injiziert durch die schwindende Kaufkraft.
    Was passiert, nachdem nun diese Gruppe auch geschlachtet wurde? Wo holen sich die Gierigen dann das Geld?

    Zitat: „…..auf ein besorgniserregend niedriges Niveau der Demokratiezufriedenheit in Deutschland….“ hin, heißt es in der Studie.

    Parteipolitiker der Regierenden und Oppositionellen, habt Ihr den Mut, gegen Eure mächtigen Lobbyisten und Parteiprogrammen diese Umverteilung von Unten nach Oben zu Stoppen? Habt Ihr den Mut Eures zu tun, die Steuerlast und Abgaben für diese Menschen endlich zu reduzieren? Oder wollt ihr wirklich dass die Menschen aufbegehren und Herr Schäuble die Bundeswehr im Inneren einsetzten muss, weil man Euch sonst Rasiert ohne Seife? Wir hören Eure Argumente.

    Kommentar von WM2000 | November 20, 2008 | Antwort


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