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Die Neiddebatte

Arm gegen Reich, Rentenzahler gegen Rentner, Arbeiter gegen Arbeitslose, Deutsche gegen Ausländer…. Man kann diese Liste mit vielen Dingen des gemeinschaftlichen Lebens füllen. Die Tendenz der Neidgesellschaft ist so groß wie nie. Die Frage ist, was oder wer hindert die Menschen hier in Deutschland, eine Gesellschaft des Zusammenhaltes zu bilden?

Der Rentner ist sauer weil dieser 45 Jahre gearbeitet hat und heute mit dem jahrzehntelang in die Rentenkasse einbezahlten Geld nicht auskommt. Die Rentnerin, die vier Kinder erzogen hat und deshalb nur zwanzig Jahre einbezahlen konnte und deshalb vom Staat nur die aufgestockte Grundrente bekommt. Der Junge dagegen ist sauer, weil dieser in die Sozialsysteme einbezahlt und mehr als unsicher ist jemals etwas herauszubekommen außer eine Grundsicherung. Der arbeitslose Deutsche gegen die Ausländer wettert die, die Arbeitsplätze wegnehmen. Der Arbeitende auf die Arbeitnehmer, aus den neu aufgenommen Staaten der EU, durch Billiglöhne sein Gehalt immer weiter schmilzt. Die Arbeitenden die gegen die wenigen Superreichen wettern, die sich mit maßlosen Supergehältern aus den Betrieben, nach Massenentlassungen durch einen Korruptionsverdacht, mit gigantischen Abfindungen verabschiedet. Endlos ist die Liste der Stammtischparolen in der Gesellschaft, die gegen etwas ist.

Man kann sicherlich behaupten, diese Parolen zum anschüren des Neides gab es schon immer. Doch so massiv ist dies noch nie in Erscheinung getreten. In Deutschland ist dieser Neidfaktor so groß wie in keinem anderen Industrieland der Erde.

Woran liegt es das gerade in Deutschland, selbst gegen den Nachbarn gewettert wird, der sich einen großen Mercedes leistet, wo ich doch nur einen Opel Corsa fahren muss?

Die Antwort ist einfach. Wir leben in einen Staat, der das Geld mit vollen Händen ausgibt. Zur Sanierung der Altlasten der DDR, den größten Beitrag aller Mitgliedsländer an die EU bezahlt, die Kriege der in USA Regierenden zu großen Teilen mitfinanziert, ein großer Geber in der Finanzierung von Ländern ist die sich selbst nicht ernähren können und die Staatsführer diese Geld auf Schweizer Banken transferieren. Mit Subventionen in die Industrie Geld transferiert die damit im Ausland Betriebe eröffnen. Einem Staat der bei allen guten Taten dabei die eigenen Bedürfnisse der Menschen in den Hintergrund stellt. Einem Staat der mit einer komplizierten Gesetzgebung, bei der viele der Paragraphen aus der Zeit der Weimarer Republik sind, in einer globalisierten Wirtschaft leben müssen in der andere Gesetze gelten. Auch hier könnte man die Liste unendlich lange ausweiten.

Deshalb ist es nutzlos, ja sogar schädlich und ich trage die Meinung in mir, von einigen sogar gewollt, gegen den Nachbarn zu wettern. Das von der Gesellschaft alle vier Jahre gewählten Politiker tragen die Schuld, also wir Wähler selbst. Der Wähler der immer mehr nur das vermeintlich bessere Übel wählt und die totale Plage bekommt. Diese Schuld muss den Regierenden angelegt werden, die lieber diese Debatten hören, als Kritik an der eigenen maroden Politik.

Eine Lösung ist ein modernes, an die Globalisierung angepasstes Rechtssystem und die direkte Demokratie, die es zulässt nicht nur alle vier Jahre mitzubestimmen, was zu tun ist.

1 Kommentar »

  1. […] Arm gegen Reich, Rentenzahler gegen Rentner, Deutsche gegen Ausländer…. Man kann diese Liste mit vielen Dingen des gemeinschaftlichen Lebens füllen. Die Tendenz der Neidgesellschaft ist so groß wie nie. Die Frage ist, was oder wer hindert die Menschen hier in Deutschland, eine Gesellschaft des Zusammenhaltes zu bilden? Mehr […]

    Pingback von GESELLSCHAFT UND FINANZEN - Die Neiddebatte « Grundgesetz Weblog | Juli 19, 2008 | Antwort


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