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Kinder, Jugendliche, Religion und Politik

Noch nie in meinem bescheiden kurzem Leben von 53 Jahren ist mir aufgefallen, dass Religionen in Deutschland eine so Politische Kraft haben wie in den letzten Jahren und das mit steigender Tendenz.

Wieder, so jedenfalls spricht die bisherige Geschichte seit dem 19. Jahrhundert, wird wieder versucht, den „Glauben“ und die dahinterstehenden Religion als Dogma zu verbreiten.

Dabei steht, nicht der Moslem und er Koran im Mittelpunkt meiner Betrachtung, obwohl deren fundamentalistische Seite sich sicherlich darin finden lässt. Es geht mir um das Überschwappen der Evangelisteneuphorie aus den USA, die sicherlich auch an der fundamentalistischen Seite der extremen Muslims seinen Teil dazu beiträgt. Doch selbst innerhalb unseres Kulturkreises wird die Religion besonders der kath. Kirche zur Gefahr der Demokratie, wie sich dies im EU Staat Irland zur Zeit abspielt. Dort wird jeder Streit um Religionen, die außerhalb der kath. Kirche steht zur Gefahr mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, da dort für Äußerungen gegen die Gegenstände der interprtation der Kirchen, in einer Volksabstimmung abgesegnet werden soll, die 25.000 € Strafe dafür vorsehen (Bericht).

Wie vom Teufel geritten, übernimmt Deutschland große Anteile aus dem Vorgehen in den USA. Wie unter einem schlechten Kopierer gelegt, kommt mit zeitlicher Verzögerung dieses auf den deutschen Markt der „Konsumenten“ und Politik. Seit dem unter den (aktiven) Augen der Bush Regierung die Evangelisten in den USA stark in den Vordergrund getreten sind, hat Religion bei uns eine politische und mediale Ebene erreicht.

Religion, Jahrzehntelange nur durch die bayerische CSU eher kirchlich geprägt aber in moderater Weise verteidigter Katholizismus und sehr viel Weniger in der Schwesterpartei vertreten, war in der Politik der Regierenden zumindest nicht zu spüren.

Doch in der Bevölkerung geht die Saat der „Religionsmacher“ auf.

Selbst von meinem 13 Lebensjahr, in der ich mich bis Heute mit Religionen beschäftige und es zu „meinem“ Schluss gekommen ist, der zugleich der neue Anfang war, ist mir Religion nicht so Nahe gekommen ist obwohl ich selbst Religion ablehnend gegenüberstehe.

Nicht das die Zeugen Jehova jetzt öfters an der Türe klingeln nein, (was auch sein mag), nicht, die zahllosen Werbungen der Religionen im Briefkasten obwohl ich das berühmte Schild dort kleben habe, sondern das erstarken in der Bevölkerung.

Mitte der 80er Jahre hatte ich das sicherlich subjektive Gefühl, das Religion immer weniger Substanz in der Bevölkerung hat, auch unter den Migranten. Heute steht man zu seiner Religion. Mag dies auch mehr oder weniger stark ausgeprägt sein es geht bis zum Fundamentalismus der vor den 80er Jahren nicht zu finden war. Religion wird wieder zu Thema unter jüngeren. Da wir gestritten was das Zeug hält um das Thema Bibel kontra Evolutionstheorie bis hin wer die „wahre“ oder „richtige“ Religion repräsentiert.

Junge  Menschen, eher in Deutschland mit wenig Religion aufgewachsen, beginnen das Thema Religion zu ihrem zu machen, das ist das Beängstigende und trägt zugleich zur Aufkehrung der Ursache bei.

Denn nicht nur religiöse Ideologien wachsen in unserer Jugend heran auch nationalistisch Angehauchte und dogmatische bis fundamentalistische Nazis wie weiche und harte, linke Gruppierungen haben regen Zulauf.

Dieser Zusammenhang ist ernüchternd.

Auf der anderen Seite sagt man dieser Jugend doch immer nach, dass diese mit Politik nichts am Hut hat, genauso wie mir Religion. Für mich sieht es danach aus, dass genau diese Jugend die Politik und Religion in Form des Gemeinschaftslebens längst lebt.

Dabei haben es Rattenfänger wie wirklich interessierte Jugendberater inzwischen leicht, die Jugendlichen strömen ihnen entgegen.

Der Grund ist leicht zu identifizieren. Der Turbokapitalismus hat allen, insbesondere die geistig Heranwachsenden alleingelassen. Nur Klicken konnten noch ein wenig „Freiheit“ erhaschen, in der Welt, des Kindergrippenfräuleins, der Kindergartentante, der Tagesmutter, der Lehrer und Hausaufgabenbetreuer. Die Eltern, sind in der Arbeit um diese Betreuungskosten aufbringen zu können.

Etwas später als die Entscheidung fällt das Kind auf das Gymnasium zu bringen, kommt der Nachhilfelehrer. Dann beginnt für das Kind der 12 Stunden Tag, in einem Tagesablauf, der keine Zeit für freie Stunden hat, in dem sich das Kind kreativ betätigen kann und das Eigene zu tun. Es merkt schnell, das besser, weiter, höher dass einzige ist was in der Erwachsenenwelt noch Gültigkeit hat.

Da sich Kinder auch durch das Beschriebene zutun der Erwachsenen verschieden entwickeln bleiben bei den vielen Hürden auch zu viele zurück. Oft die, die in Familien aufwachsen die, die Nachhilfestunden und die vernünftige Hausaufgabenbetreuung nicht leisten können, da ihnen die Mittel dazu fehlen.

Dann werden diese zum Hauptschüler gestempelt und tragen diesen „Makel“ das Leben lange mit sich, so dass sich über Generationen nichts mehr ändern kann. Denn selbst größte Anstrengungen der Eltern und extremer Verzicht ihrer eigenen Interessen lassen diesen „Teufelskreis“ nicht durchbrechen, solange man sich auf gesetzeskonformer Weise bewegt.

Diese nun übriggebliebenen 11-15 jährigen, mit der Perspektive für keine oder die Ausbildungsstelle in einfachen Berufen im Niedriglohnbereich, sind nun die Opfer der Religions- und Politikhäscher, die diesen vermeintlich eine Lösung anbieten. Die Religionshäscher in Form des besseren Lebens durch die Zuwendung zu Gott und die Politikhäscher durch die Verbreitung von vermeintlicher, „sozialer Revolution“ und „nationalistischer Selbstherrschaft“.

Die Hintergedanken die diese „freundlichen“ Damen und Herren in sich tragen wird den „blauäugigen“ Kindern und Jugendlichen natürlich nicht vorgetragen, da es genau das Gegenteil ist was die Kinder und Jugendlichen in sich tragen, Freiheit. Erst spät, oft nie, wird diesen Bewusst dass diese „Gemeinschaft“ nur einen Nutzen in sich trägt. Einen „Kämpfer“ für seine Institution zu gewinnen, zumindest aber einen Wähler, der die Institution durch seine Stimme an die Spitze bringt.

Dies abzuwenden ist nur mit Aufklärung zu erreichen. Doch wer soll dies in unserer institutionellen Gesellschaft erbringen? Wer beschäftigt sich mit den Fragen der Religion und Politik in den Kindern? Niemand. Denn die vorgefertigten meist dogmatischen Meinungen der Institutionen, lassen freie und ehrliche Antworten nicht zu. Auch in den etablierten Medien ist davon nichts zu finden!

Über die politischen Möglichkeiten wird nicht nur hier in diesem Blog berichtet, tausende andere von Jugendlichen selbst injizierte Forums geben Auskunft über diese Möglichkeiten des freien und demokratischen Willens der Jugend, die nur ihre Chance wollen, diese Freiheit in einer „echten“ Demokratie auch leben zu können.

In der Religion schaut es da aber noch finsterer aus. Keine neuen Ideen nur das verteidigen der „eigenen“ schon vorgefertigten Ideologie ist hier zu sehen, statt neue Gedankengänge hier einzubringen. Dies zu ändern soll mein Aufsatz über die etablierten Religionen und einer Möglichkeit sich daraus zu befreien beitragen.

Die Gradwanderung die ich dabei gehe ist klar. Auf der einen Seite die Religionen zu entlarven und auf der anderen Seite keine neue zu „erfinden“ daran sind schon viele, sehr viel größere Köpfe gescheitert.

Zum Artikel: Religion viel Streit um nichts

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