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DsdSg – Konsumgutscheine

Was ist von dem Vorschlag zu halten, dass alle Erwachsenen nur einen Gutschein von 500 Euro erhalten, wenn sie beim Einkaufen oder Bezahlen von Handwerker-Rechnungen einen Eigenanteil von 200 Euro leisten?

Dies trägt sicherlich dazu bei, wie gewünscht die Binnennachfrage anzukurbeln. Das Verfahren dürfte dadurch aber noch komplizierter werden. Schließlich muss der Staat irgendwie kontrollieren, dass die Bürger auch tatsächlich jeweils 200 Euro zusätzlich ausgeben. Ein immenser bürokratischer Aufwand.

Mit Konsumgutscheinen könnten man jenen mehr Geld geben, die wenig verdienen: Rentnern, Studenten und Arbeitslosen, die von einer Reform der Einkommensteuer nichts hätten. Diese würden die Gutscheine vermutlich auch tatsächlich nutzen und sich etwas kaufen. Nur: Ein beträchtlicher Teil dürfte in Spielekonsolen, Flachbildschirme und andere Produkte fließen, die im Ausland produziert werden. Der Konjunkturschub käme, außer bei den Einzelhändlern, also in starkem Maße bei Herstellern in Osteuropa oder Asien an – nicht bei deutschen Unternehmen. Würden die Gutscheine an alle Bürger ausgegeben, kostet dies bei einem Wert von 250 Euro mehr als 20 Milliarden Euro. Bei einem Wert von 500 Euro, sind gar mehr als 40 Milliarden nötig. Billiger würde es, wenn Gutscheine nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze vergeben werden; aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihre Wirkung verpufft.

Zur Übersicht aller Vorschläge für das Konjunkturpaket II

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